Yaara Tal und Christoph Prégardien begeistern mit Schubert, Mahler und Liszt

Yaara Tal © Gustav Eckart

Ein außergewöhnlicher Liederabend mit zwei herausragenden Künstlerpersönlichkeiten erwartete das Publikum am 24. September 2026 im Konzertsaal von Haus Marteau in Lichtenberg. Die Pianistin Yaara Tal und der Tenor Christoph Prégardien präsentierten ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Franz Schubert, Gustav Mahler und Franz Liszt.

Besonders eindrucksvoll war dabei das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Yaara Tal und Christoph Prégardien. Tal erwies sich nicht nur als einfühlsame Begleiterin, sondern gestaltete den Klavierpart als gleichberechtigten musikalischen Dialogpartner. Mit großer klanglicher Differenzierung, virtuoser Sicherheit und einem außergewöhnlichen Gespür für die Atmosphäre der jeweiligen Werke verlieh sie den Liedern ihre ganz eigene Tiefe.
Im ersten Teil standen ausgewählte Lieder von Franz Schubert auf dem Programm. Werke wie „Die Forelle“, „Auf dem Wasser zu singen“ und „Ständchen“ ließen die ganze Bandbreite von Schuberts Liedkunst erleben. Yaara Tals nuanciertes Spiel und Prégardiens ausdrucksstarke Interpretation verbanden sich dabei zu einer intensiven musikalischen Einheit.
Nach der Pause erklangen Gustav Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ sowie Lieder von Franz Liszt. Gerade hier konnte Yaara Tal ihre große Gestaltungskraft zeigen und den Klavierpart mit einer beeindruckenden Mischung aus Klangfülle, Feinheit und emotionaler Tiefe ausfüllen.

In der besonderen Atmosphäre von Haus Marteau entstand so ein Konzertabend von großer musikalischer Nähe und Intensität. Das Publikum dankte Yaara Tal und Christoph Prégardien mit langanhaltendem Applaus.


Michael Thumser schreibt im Hochfranken-Feuilleton:
"Dem Liederabend, für den sich Christoph Prégardien mit der Pianistin Yaara Tal zusammengetan hatte, lag musikgeschichtlich wie emotional eine wohlerwogene Dramaturgie zugrunde."
"Von Schubert zu Mahler und dessen in der Orchesterfassung populären „Liedern eines fahrenden Gesellen“ wechselnd, sucht ihr Anschlag nicht etwa nach der Raumfülle der Symphonik, sondern hält sich, im Gegenteil, umso lichter und sparsamer zurück. So unterstützt sie den Sänger eigenständig dabei, den vier Kapiteln der kleinen Liebesgeschichte statt Herzschmerzlichkeit eine glaubwürdige Intimität zu verleihen."

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Am 11.11.2026 findet ein weiteres Konzerts des Duos in der Kulturraffinerie K714 in Monheim statt.

 

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