Raphaela Gromes begeistert mit den Niederrheinischen Sinfonikern

© Gregor_Hohenberg

Am 21., 22. und 23. Oktober 2026 trat die Cellistin Raphaela Gromes gemeinsam mit den Niederrheinischen Sinfonikern unter der Leitung von Mihkel Kütson in Mönchengladbach und Krefeld auf. Im Rahmen des zweiten Sinfoniekonzerts der Saison unter dem Titel „Im Schatten der Macht“ interpretierte sie Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Variationen über ein Rokoko-Thema sowie das Cellokonzert der Komponistin Maria Herz (1878–1950).

Besondere Aufmerksamkeit galt dem selten gespielten Cellokonzert von Maria Herz, das vermutlich um 1930 entstand. Gromes setzte sich mit ihrer Interpretation für die Wiederentdeckung des Werkes ein. Ihre Darbietungen beider Kompositionen wurden von der regionalen Presse ausführlich gewürdigt.

 

Helmut Klösges schrieb in der Rheinischen Post Mönchengladbach vom 24./25. Oktober 2026:

„Die junge Münchner Solistin meisterte sie [Tschaikowskys Rokoko-Variationen] mit atemberaubender Souveränität.“

„Ihre Kantilenen sangen herrlich frei und warm, selbst die anspruchsvollsten spieltechnischen Hürden wirkten dabei mühelos.“

„Auch in diesem Stück [Maria Herz’ Cellokonzert] erwies sich Raphaela Gromes als eine Interpretin von beeindruckender Könnerschaft.“

 

Günter Schultz schrieb am 26. Oktober 2026 in der Westdeutschen Zeitung:

„Die großartige Solistin Raphaela Gromes, geboren in München, ist eine kreative Künstlerin, die mit Konzerten, CD-Einspielungen und mit Auszeichnungen („Opus Klassik“, „Diapason d’Or“ oder „Preis der deutschen Schallplattenkritik“) in der Kunstszene auf sich aufmerksam gemacht hat.“

„Sie stellte dieses im verspielten Rokoko-Stil inszenierte Werk in einer lebendig-heiteren Tonsprache raffiniert dar, geschmeidige Melismen mal heiter, mal nachdenklich, immer kunstvoll begleitet von Kütsons sensibel aufspielendem Orchester.“

„Zwischen Dur-Moll-Tonalität und Freitonalität angesiedelt, mit spätromantischen und impressionistischen Merkmalen versehen, mit interessanten Solo-Kadenzen, von Gromes eindrucksvoll dargeboten, macht die Musik den Zuhörer neugierig, was von dieser deutschen Komponistin (Maria Herz) wohl noch entdeckt werden kann.“

 

Heide Oehmen schrieb am 26. Oktober 2026 in der Rheinischen Post Krefeld:

„Die recht jugendlich wirkende Meisterin ihres überirdisch klangintensiv singenden Carlo-Bergonzi-Cellos lotete das Thema und die Variationen ihres virtuosen Werkes [Tschaikowskys Rokoko-Variationen] beschwingt und selbst kleinste Nuancen beachtend aus.“

„Gromes, deren physische Kraft ebenso zu bewundern ist wie ihre Musikalität und ihr immer zweckdienlich und unauffällig eingesetztes hohes technisches Vermögen, stellte ein völlig unbekanntes Cellokonzert vor, das die einst bekannte Pianistin und Komponistin Maria Herz (1878–1950) vermutlich im Jahre 1930 komponiert hat.“

„So vermittelte sie auch in Krefeld sowohl die von Wehmut überschatteten als auch die spannungsvollen rhythmischen Passagen, die lyrischen Einschübe wie die Dialoge mit den Holzbläsern und den Violinen mit allen Facetten ihrer Ausdruckskraft – dabei war stets ein Lächeln in ihrem Gesicht.“

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