Barocke Leidenschaft und himmlische Gesangskunst

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Mit seiner außergewöhnlichen Stimme verzauberte Countertenor Valer Sabadus das Publikum in der Essener Villa Hügel. Beim Konzert „Himmelsstimmen und Saitenfeuer“ mit dem Folkwang Kammerorchester unter der Leitung von Jascha von der Goltz begeisterte er mit einer faszinierenden Verbindung aus technischer Virtuosität, klanglicher Wärme und emotionaler Tiefe. In Händels „Lascia ch’io pianga“ berührte er mit inniger Schlichtheit, während er in „Svegliatevi nel core“ und Vivaldis virtuoser Arie „Armatae, face et anguibus“ seine dramatische Kraft und beeindruckende Koloraturkunst unter Beweis stellte.

"Das zugegebene schlichte „Lascia ch’io pianga“ verströmt er in wunderbar reintöniger, warmer Kopfstimme, die er dank kraftvoller Brustresonanz aber auch wie in Händels Arie „Svegliatevi nel core“ zur erhitzten dramatischen Szene verdichten kann."

Auch mit Glucks berühmtem „Che farò senza Euridice“ überzeugte Sabadus durch ausdrucksvolle Einfachheit. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) lobte seine „gesanglichen Höhenflüge“ und hob die außergewöhnliche Ausdrucksvielfalt des Abends hervor. Das Folkwang Kammerorchester begeisterte mit ansteckender Spielfreude und einem facettenreichen Klang, der die Lebendigkeit der Barockmusik eindrucksvoll zur Geltung brachte.

Am Ende feierte das Publikum die Musiker mit Standing Ovations und begeistertem Applaus – sogar mit den Füßen. Ein Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie unmittelbar und mitreißend barocke Musik wirken kann.

"Countertenor Valer Sabadus verzauberte das Publikum mit gesanglichen Höhenflügen."

(Klaus, Albrecht, WAZ, 11.10.2026)

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