Vierhändig zu Schuberts innerer Größe

Tal & Groethuysen 1 ©Gustav Eckart

Am 1. Mai 2026 gastierte das Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen bei der Schubertiade Hohenems im Markus-Sittikus-Saal. Das Konzert war Teil des Jubiläumsprogramms zum 50-jährigen Bestehen der Schubertiade, bei dem historische Programme aus der Anfangszeit des Festivals rekonstruiert wurden. Auf dem Programm standen Werke für Klavier zu vier Händen von Franz Schubert, darunter die Sonate B-Dur D 617 und die Fantasie f-Moll D 940.

In den Vorarlberger Nachrichten vom 4. Mai 2026 hieß es:

"Rhythmische Prägnanz verband sich mit jener kultivierten Anschlagskultur, die selbst in den markanteren Passagen nie den Ton verhärtete. Gerade in dieser Mischung aus Spielfreude, Noblesse und kluger Zurückhaltung lag ein besonderer Reiz."

"Tal und Groethuysen entfalteten die große Linie mit beeindruckender Geschlossenheit, mit klarem architektonischem Sinn und zugleich mit jener inneren Anteilnahme, die diese Musik über das bloß Schöne hinaushebt."

Auf Scherzo vom 3. Mai 2026 schrieb César Rus:

"Das Zusammenspiel der beiden Interpreten ist vollkommen; Groethuysen sitzt stets links, gestaltet ausgewogene Harmonien und dient als metrischer Bezugspunkt, auf dessen Grundlage die Fantasie von Tals rechter Hand mit ihrem perlenden Klangfarbenreichtum brilliert."

"Yaara Tal und Andreas Groethuysen boten eine beispielhafte Interpretation, die das perfekte Gleichgewicht zwischen Ausdruckskraft, Eleganz und Fantasie fand. Besonders Yaara Tal gelang es, für jede Wiederkehr des Hauptthemas die ideale Klangfarbe zu finden und den Markus-Sittikus-Saal in Hohenems, dieses Juwel der Kammermusik, mit Melancholie zu erfüllen."

 

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