Sternstunde im Festspielhaus Baden-Baden: Andrea Marcon · Chouchane Siranossian · Venice Baroque Orchestra
Am 28. Februar 2026 gastierten Andrea Marcon und das von ihm gegründete Venice Baroque Orchestra im ausverkauften Festspielhaus Baden-Baden. Gemeinsam mit der Geigerin Chouchane Siranossian präsentierten sie ein Programm mit Werken von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Das Publikum reagierte mit starkem, anhaltendem Beifall; der Saal war vollständig besetzt, was nach der Pandemie keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Programm:
Georg Friedrich Händel
Concerto grosso op. 6 Nr. 1 in G-Dur, HWV 319
Antonio Vivaldi
Concerto für zwei Celli g-Moll, RV 531
Concerto für Streicher g-Moll, RV 157
Concerto für Violine und Streicher D-Dur „Grosso Mogul“, RV 208
Die vier Jahreszeiten op. 8
In einem Artikel auf Der Opernfreund vom 2. März 2026 schrieb Inga Dönges:
„Große Kunst musiziert von großen Künstlern.“
Über Chouchane Siranossian schrieb sie:
„Was man dann hört, ist eine unglaubliche Technik, eine Raserei auf den Saiten, als würde sie beide Instrumente zugleich spielen. Paganini war der Teufelsgeiger – sie darf man eine Teufelsgeigerin nennen!“
Auf dem Blog Mozart2006 vom 2. März 2026 hieß es:
„Ich habe die Konzerte der „Vier Jahreszeiten“ unzählige Male live und auf Tonträgern gehört, doch nur in sehr wenigen anderen Fällen ist es mir begegnet, einer Interpretin gegenüberzustehen, die diese Musik mit einer derartigen Ausdruckskraft, stilistischen Genauigkeit und einem evozierenden Charisma zu gestalten vermag. [...]“
„[...] Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra führten zwei weitere Werke aus dem vivaldianischen Repertoire auf, das sie international berühmt gemacht hat und in dem das italienische Ensemble unter Marcons Leitung Interpretationen von wirklichem Referenzcharakter bietet [...] “
Über Chouchane Siranossian hieß es:
„Die franco-schweizerische Virtuosin [...] entlockte ihrem prachtvollen Instrument von Giuseppe und Antonio Gagliano einen wahren Regenbogen an Klangfarben, der sich in einem Feuerwerk hochschulmäßiger Virtuosität in der Vielfalt von Tonansatz, Bogenführung und rhythmischer Akzentuierung niederschlug.“