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Philippe Jaroussky – grandiose Cavalli-Tournee geht zu Ende

Nach einer erfolgreichen ersten Tournee im April 2019, kehrte Philippe Jaroussky nun mit einem Programm rund um Francesco Cavalli nach Europa zurück. In Deutschland war der Countertenor mit seinem Ensemble Artaserse am 05.07. im Kloster Eberbach beim Rheingau Musik Festival, am 07.07. in München, am 09.07. in Neumarkt und am 11.07. beim Kissinger Sommer zu hören.

Alle, die die Konzerte verpasst haben, können Teile des Konzertprogramms auf Jarousskys neuestem Album „Ombra mai fu“ nachhören.

Völlig zu Recht waren Publikum und Presse begeistert:

Insgesamt aber überwogen getragene, dem lustvollen Liebesleid gewidmete Arien, wo der fließende, absolut homogene Duktus des schön abgerundeten und präzise sich ins Pianissimo verziehen könnende Stimmverlauf des Countertenors vorherrschte. (Frankfurter Rundschau, 07.07.2019, Bernhard Uske)

 

Tänzerische und lautmalerische Attitüden haben Plastizität, wobei das Ensemble Artaserse einen lebhaften Stil pflegt, der sich sowohl sehr verinnerlicht als auch derb zeigen kann. Wunderbar die fast improvisiert wirkende variable Girlanden-Polyphonie in der Streichergruppe. (Frankfurter Rundschau, 07.07.2019, Bernhard Uske)

Dabei sorgen die Streicher auch in den Zwischenspielen für frischen Durchzug, während Gitarre, Harfe und das ehrwürdige Zupfinstrument Theorbe die stimmungsvollen Momente vorgeben. Wahre Könner sind die beiden Herren am Zink, dem Vorläufer der Trompete, geeicht auf absolut reine Spitzentöne. (Wiesbadener Tagblatt, 10.07.2019, Klaus Ackermann)

Erfahren in Alter Musik ist Artaserse das ideale Begleitinstrument für den Countertenor, der schöne Töne in höchster Höhe singt und dabei nicht an kerniger Substanz verliert. (Wiesbadener Tagblatt, 10.07.2019, Klaus Ackermann)

Seine so unverwechselbar schöne, ebenso erotisch schillernde wie unschuldsvoll rein klingende Stimme aber hat noch immer einen betörenden Glanz. (Süddeutsche Zeitung, 08.07.2019, Klaus Kalchschmid)

In diesem Pasticcio machte es keinen Unterschied, ob die Arie ein trauerumflortes Lamento war, ein satirisch freches vital pulsierendes Stück oder der flammende Aufruf zu den Waffen, angestachelt durch die beiden grandiosen Spieler des Zinks (Adrien Mabire, Benoît Tainturier), einem vom 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts gebräuchlichen Zwitters aus Blockflöte und Trompete. (Süddeutsche Zeitung, 08.07.2019, Klaus Kalchschmid)

In jedem Moment beglückte Jaroussky mit ungemein musikalischer Phrasierung, feinem Ausdruck und Schönheit der Tongebung. (Süddeutsche Zeitung, 08.07.2019, Klaus Kalchschmid)

Philippe Jaroussky […], der mit seiner Mischung aus Schönheit, Schlichtheit und hoher Kunstfertigkeit die Zuhörer in jeder Gefühlslage betört. (Münchner Merkkur, 09.07.2019, Gabriele Luster)

Er beschwört mit seiner reinen, individuell getönten Stimme als Endimione („La Calisto“) sinnierend die Klarheit der Sterne herauf und verwandelt sich in einen Schelm, wenn er in „Che città“ das Staunen des Nerillo oder in „Questo è un gran caso“ die Liebes- Irritation des Vafrino ironisch unterfüttert. (Münchner Merkkur, 09.07.2019, Gabriele Luster)

Auf ihren alten Instrumenten musizieren sie [das Ensemble Artaserse] so tonschön und intonationssicher, dass es eine Wonne ist, ihnen zuzuhören. (Münchner Merkkur, 09.07.2019, Gabriele Luster)

Wie auf seinem aktuellen Album ließ Jaroussky, als Stargast eingeladen vom Reitstadel und den Gluck-Festspielen, in Neumarkt die Arienkunst des Francesco Cavalli zu ihrem längst vernachlässigten Recht kommen: ein Reigen funkelnder Affekte zwischen Liebesschwur und Todesgram, mit bestechend klarer Intonation und Strahlkraft dargeboten. (Nürnberger Zeitung, 11.07.2019, Wolf Ebersberger)

Was für eine Lust, auch bei den Zwischenspielen zuzuhören, bei Trommel, Zink und Vogelgesang ! (Nürnberger Zeitung, 11.07.2019, Wolf Ebersberger)

Jaroussky, 41 und auf der Höhe seiner Fähigkeiten, brilliert als kluger Interpret gerade in den Brüchen dieser Musik: die plötzliche Still, der Furor, der wie ein Gewitter aufzieht, der kecke Spott. (Nürnberger Zeitung, 11.07.2019, Wolf Ebersberger)

Zusammen mit dem von ihm initiierten „Ensemble Artaserse“ in früh-barocker Besetzung erweckt Jaroussky sie alle zu emotionsgeladenem, koloraturenreichem Leben. Seine wandlungsfähige Counterstimme erreicht abgrundtiefe Erschütterung und hymnische Spiritualität: ätherisch schön zu Harfenklang, mitreißend zu Trommel und Tambourin der „Artaserse“-Percussionistin Michele Claude. Man erlebte den Spitzenmann der Counterriege in höchster Virtuosität, in hingebungsvoller Identifikation mit all diesen Göttern, Nymphen und ihren Verwicklungen. (Nürnberger Nachrichten, 11.07.2019, Uwe Mitsching)

Mitnichten, zumindest wenn Kapazitäten wie Philippe Jaroussky und sein Ensemble Artaserse sich ans Werk machen, ein im Wechsel von Instrumentalsätzen und Arien stimmig ausbalanciertes Programm zusammenstellen und es mit der größtmöglichen Brillanz servieren. (Mittelbayerische, 11.07.2019, Juan Martin Koch)

Seine [Jarousskys] Fähigkeit, Töne aus dem Nichts zu voller, expressiver Blüte anschwellen zu lassen oder umgekehrt im leisesten Verklingen noch mit einem kleinen Vibrato-Tupfer zu verabschieden, ist atemberaubend. (Mittelbayerische, 11.07.2019, Juan Martin Koch)

Dafür sorgt schon Perkussionistin Michèle Claude, die mit Kastagnetten, Vogelgezwitscher und Windmaschinen kleine theatrale Klanglandschaften zaubert oder Geiger und Zinkenisten gegeneinander aufstachelt. (Mittelbayerische, 11.07.2019, Juan Martin Koch)

Vollends aus dem Häuschen war das aus „Konzertfreunden“ und „Gluck Opern Festspielen“ gemischte Publikum im Reitstadel, als der Countertenor Philippe Jaroussky und sein Barockorchester eine Hommage an den vorige Woche verstorbenen König des Bossa Nova, Joao Gilberto, spielten. (Neumarkter Nachrichten, 11.07.2019, Uwe Mitsching)

Jaroussky sang dafür in ätherisch- erotischen Höhen genauso ergreifend und packend wie in tiefer Verzweiflung. Das war authentisch, besonders durch die Mitwirkung des „Ensemble Artaserse“, hinreißend, faszinierend: keine Spur von trockener Operngeschichte, sondern ein unterhaltsames Pasticcio aus viel Cavalli. (Neumarkter Nachrichten, 11.07.2019, Uwe Mitsching)

Und [Jaroussky] hat eine Gesamtinszenierung daraus gemacht: Arien und Sinfonien aus den Opern für die nötigen Atempausen gingen mehr oder weniger ineinander über. (Main-Post, 12.07.2019, Thomas Ahnert)

Es war faszinierend, wie er nicht nur zwischen den ganz prägnant gestalteten Stimmungen wechselte, sondern auch, wie er sang. Er kann mit seiner Stimme eigentlich noch alles machen, singt absolut klar und vibratolos, hat nicht die geringsten Probleme mit der Intonation, auch nicht bei großen Intervallsprüngen oder komplizierten harmonischen Verläufen, singt ein wunderbares messa di voce - das sind lange, dynamisch an- und abschwellende Haltetöne - aber auch ganz lockere Koloraturen, spielt mit Tönen und Farben. (Main-Post, 12.07.2019, Thomas Ahnert)

Das seidenweich und instinktsicher in wechselnden Besetzungen agierende Ensemble Artaserse und der facettenreich singende Countertenor Philippe Jaroussky bereiteten eine anregende, gefühlvolle, gelegentlich humorige Hommage an Cavalli. (Main-Post, 12.07.2019, Armin Rausche)

Nicht nur, dass er wunderschön singt, sondern dass er Gefühle ausdrückt und Stimmungen malt. Seine Schwelltöne, sein verlöschendes Pianissimo, seine manchmal wie zerbrechliches Glas klingende Stimme und seine atemberaubenden Koloraturen sind nie Selbstzweck, sondern zeigen Schmerzversunkenheit, Kriegslust, Verzweiflung, Träume von Liebesgenüssen, auch die Doppelbödigkeit der Gestalten aus Antike und Mythologie. (Main-Post, 12.07.2019, Armin Rausche)