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  • Jean-Yves Thibaudet

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Jean-Yves Thibaudet

Als einer der besten und begehrtesten Pianisten unserer Zeit hat Jean-Yves Thibaudet die seltene Fähigkeit, poetisches Feingefühl mit blendenden technischen Fähigkeiten zu kombinieren. Sein Talent, aus jedem Werk zarte, überraschende Farben und Strukturen hervorzuholen, beschrieb die New York Times so: "jede Note, die er formt, ist eine Perle... die Freude, Brillanz und Musikalität seines Spiels kann man nicht überhören."

Jean-Yves Thibaudet, dessen musikalisches Genie ihn seit über 30 Jahren um die ganze Welt führt und in mehr als 50 Alben dokumentiert ist, besitzt eine musikalische Tiefe und natürliche Ausstrahlung, die ihn zu einem der begehrtesten Solisten der heutigen Zeit machten. Sein Repertoire umfasst Solowerke, Kammermusik und Orchesterwerke – von Beethoven über Liszt, Tschaikowski, Grieg und Saint-Saëns bis Ravel, Khachaturian und Gershwin, ebenso wie Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Qigang Chen und James MacMillan.

Die Spielzeit 2017/18 führt Thibaudet in 14 Länder, darunter zahlreiche Konzerte in Asien mit den Symphonieorchestern Singapur, NHK und Guangzhou, sowie dem Malaysian, dem Hong Kong und dem China Philharmonic Orchestra. Als Artist in Residence des Boston Symphony Orchestra spielt er das Bach Triple Concerto mit Thomas Adès und Kirill Gerstein, Ravels Klavierkonzert für die linke Hand, Kammermusik mit Orchestermusikern und Bernsteins Age of Anxiety, sowohl in Boston als auch in der Carnegie Hall. Thibaudet gilt als einer der führenden Interpreten der Solopartie dieser Symphonie, die er auch mit dem Atlanta Symphony Orchestra, der San Francisco Symphony, dem Houston Symphony Orchestra, dem China Philharmonic Orchestra und dem Philadelphia Orchestra in den USA, Deutschland, Österreich und Israel interpretieren wird.

Zu den weiteren Höhepunkten der Spielzeit gehören Ravel mit dem New York und Los Angeles Philharmonics, dem Cleveland Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra unter Charles Dutoit; ein Rezital in der Carnegie Hall mit der Violinistin Janine Jansen; eine Tournee mit dem Royal Philharmonic Orchestra in Kalifornien; und eine Reise in seine Heimatstadt, um Qigang Chens Er Huang, das für ihn geschrieben wurde, mit dem Orchestre National de Lyon zu interpretieren.

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Thibaudet wird weitere drei Jahre Artist in Residence der Colburn School bleiben, außerdem wurden „Jean-Yves Thibaudet Stipendien“ zur Unterstützung von Musikakademie-Studenten eingeführt, die Thibaudet unabhängig ihres Instruments auswählen wird. Seine Leidenschaft für die Ausbildung und Förderung junger musikalischer Talente führt Thibaudet auch zu einer Tournee mit dem Gustav Mahler Jugendorchester, die ihn mit Gershwins Klavierkonzert in F und Messiaens Turangalîla-Symphonie im Gepäck in die größten Konzerthallen Europas führen wird, darunter das Concertgebouw Amsterdam, die Elbphilharmonie Hamburg und das Teatro alla Scala.

Jean-Yves Thibaudet hat über 50 Alben bei Decca veröffentlicht, die mit dem deutschen Schallplattenpreis, dem Diapason d'Or, dem Choc du Monde de la Musique, dem Gramophone Award, dem Edison Award und zwei ECHO Klassik Awards ausgezeichnet wurden. In der letzten Spielzeit veröffentlichte er Bernstein’s Age of Anxiety mit dem Baltimore Symphony Orchestra und Marin Alsop, mit dem er im Frühjahr 2010 Gershwin aufgenommen hatte, mit großen Jazz-Band Orchestrierungen der "Rhapsody in Blue", Variationen über "I Got Rhythm" und dem Klavierkonzert in F-Dur. Bei seiner Grammy-nominierten Aufnahme von Saint-Saëns‘ Klavierkonzerten Nr. 2 und 5, die im Herbst 2007 auf den Markt kam, wird Thibaudet von Charles Dutoit, einem langjährigen musikalischen Weggefährten und dem Orchestre de la Suisse Romande begleitet. Ebenfalls im Jahr 2007 veröffentlichte Thibaudet „Aria: Opera Without Words“ mit Transkriptionen von Opern-Arien von Saint-Saëns, R. Strauss, Gluck, Korngold, Bellini, J. Strauss II, P. Grainger und Puccini. Einige der Transkriptionen stammen von Mikhashoff, Sgambati und Brassin, andere sind von Thibaudet selbst. Unter seinen weiteren Aufnahmen sind „Satie: The Complete Solo Piano Music“ und die Jazz-Alben „Reflections on Duke: Jean-Yves Thibaudet spielt die Musik von Duke Ellington“ und „Conversations with Bill Evans“, seine Hommage an zwei Größen der Jazz-Geschichte.

Bekannt für seinen Stil und seine Eleganz auf und abseits der traditionellen Konzertbühne hat sich Thibaudet auch in der Mode- und Filmwelt sowie im karitativen Bereich einen Namen gemacht. Er spielte Aaron Zigmans Soundtrack für Wakefield, ein Drama von Robin Swicord, mit dem der Komponist zum ersten Mal einem anderen Pianisten erlaubt hatte, sein Filmwerk zu spielen. Thibaudet war Solist der Oscar- und Golden Globe-prämierten Filmmusik von „Abbitte“ und dem Oscar-nominierte Film „Stolz und Vorurteil“. Für die Verfilmung des Romans „Extremely loud and incredibly close“ (2012) von Jonathan Safran Foer spielte er außerdem die Filmmusik von Alexandre Desplat ein. Weiter hatte er einen Cameo-Auftritt in Bruce Beresfords Spielfilm „Bride of the Wind“ über Alma Mahler und steuerte zum Soundtrack sein Spiel bei. Im November 2004 war Thibaudet Präsident des renommierten Hospice de Beaune, einer jährlichen Wohltätigkeits-Auktion in Burgund, Frankreich. Seine Konzertkleidung stammt von der gefeierten Londoner Designerin Vivienne Westwood.

Jean-Yves Thibaudet wurde in Lyon geboren, wo er als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel begann, seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er im Alter von sieben Jahren. Mit zwölf Jahren begann er am Conservatoire de Paris bei Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, einer Freundin und Mitarbeiterin von Ravel, zu studieren. Im Alter von fünfzehn Jahren gewann er den Premier Prix du Conservatoire und drei Jahre später die Young Concert Artists Auditions in New York City.

Im Jahr 2001 verlieh ihm die Republik Frankreich den renommierten Titel „Chevalier des Ordre des Arts et des Lettres“. 2002 wurde er mit dem Premio Pegasus aus dem Spoleto Festival in Italien für seine künstlerischen Leistungen und sein langjähriges Engagement für das Festival ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt er die Victoire d'Honneur ausgezeichnet, einem Preis für sein Lebenswerk und die höchste Auszeichnung von Frankreichs „Victoires de la Musique“. Am 18. Juni 2010 ehrte die Hollywood Bowl Thibaudet für seine musikalischen Leistungen durch die Aufnahme in ihre Hall of Fame. Das Französische Kultusministerium erhob Thibaudet im Jahre 2012 vom „Chevalier“ zum Officier des „Ordre des Arts et des Lettres“.

Mehr Informationen unter: www.jeanyvesthibaudet.com

Saison 2017/2018
Bitte verwenden Sie ausschließlich diese von Weigold & Böhm autorisierte Biographie.

Zukünftige Projekte

12.09.2019 bis 15.09.2019


Jean-Yves Thibaudet, Klavier
Partner: Midori, Violine

01.11.2019 bis 15.11.2019


Jean-Yves Thibaudet, Klavier
Partner: Midori, Violine