Sergey Malov brilliert in der Elbphilharmonie
Am 16. Januar 2026 präsentierte der Multiinstrumentalist und Dirigent Sergey Malov als „Principal Guest“ der Hamburger Camerata vor ausverkauftem Großen Saal der Elbphilharmonie das Programm „Sturm“. Das Konzert bildete den Abschluss seiner Residenz in der Saison 2025/26 und umfasste Werke von Niccolò Paganini und Ludwig van Beethoven.
Zu Beginn des Abends erklang Malovs eigene Improvisation Approaching Paganini, die auf Motiven aus Paganini-Capricen basierte. Die Aufführung begann außerhalb des Podiums und führte spielend in den Saal. Es folgte Paganinis Violinkonzert Nr. 2 h-Moll op. 7 „La Campanella“, das Malov als Solist in der Rolle des Play-Conductors gestaltete.
Im zweiten Teil des Konzerts dirigierte Malov Beethovens Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“. Die Interpretation war von hohem Tempo und klaren Konturen geprägt, der orchestrale Gesamtklang blieb dabei transparent und präzise.
In einem Artikel im Hamburger Abendblatt vom 17. Januar 2026 schrieb Helmut Peters:
"Weder im Solopart noch im Orchester, das hier sogar durch drei Posaunen verstärkt war, wurde im Rausch der Kontraste, Verzierungs- und Springbogen-Artistik auch nur ein einziger Ton ausgelassen oder geschliffen. Alles war bis ins kleinste Detail klar und in den Abnahmen und Übergängen fein aufeinander abgestimmt, ohne dass der dem Publikum zugewandte Malov sich umdrehen und den Blickkontakt zu den Orchestermusikern suchen musste."
"Es war großartig, wie perfekt die Camerata Hamburg den zwar kurz auch mal dirigierenden, aber gezwungenermaßen auch auf die irrwitzigen Läufe und Tricks seines Solospiels konzentrierten Malov in Paganinis Violinkonzert begleiteten."