Eine mitreißende Götterdämmerung: „The Wagner Cycles“ werden in Paris fortgesetzt
Am 13. September 2026 präsentierten das Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano Wagners Götterdämmerung im Théâtre des Champs-Élysées in Paris und setzten damit ihre historisch informierte Auseinandersetzung mit Wagners Ring fort.
Stéphane Lelièvre schrieb am 14. September 2026 in Première Loge:
„Noch stärker als einige Details, die dem Ohr unmittelbar auffallen können – etwa die Wahl eines ungewöhnlichen Kammertons von 435 Hz oder bestimmter Tempi, die mitunter schneller sind als gewohnt, das erstaunliche, beinahe parlando-artige Singen in manchen Szenen […] oder auch der ungewohnte Klang bestimmter Instrumente (des Éoliphones, der Wagnertuben sowie ganz allgemein der Blechbläser) – ist es der Gesamteindruck, der durch diese musikwissenschaftlich begründeten Entscheidungen tiefgreifend verändert wird.“
Weiter schrieb er:
„Vor allem ermöglicht dies, bestimmte Hörgewohnheiten infrage zu stellen und ein Werk unter einem völlig neuen Blickwinkel wiederzuentdecken.“
Auch die begeisterte Reaktion des Publikums wurde in der Kritik hervorgehoben:
„[…] Das Publikum hat diese Erfahrung mit großem Vergnügen aufgenommen, wie der Jubel zeigt, mit dem am Ende der Aufführung alle Künstler gefeiert wurden – insbesondere Concerto Köln und Kent Nagano.“