Alexander Gadjiev begeistert beim Viotti Festival

Alexander Gadjiev, Vercelli @Luca De Vecchi

Wir freuen uns, berichten zu können, dass Alexander Gadjiev beim Abschlusskonzert der 28. Saison des Viotti Festivals am 23. Mai 2026 in Vercelli mit großem Beifall und hervorragenden Kritiken gefeiert wurde.

In seinem anspruchsvollen Klavierabend präsentierte Gadjiev Werke von Edvard Grieg, Frédéric Chopin, Maurice Ravel und Modest Mussorgski und beschloss das Programm mit den monumentalen Bildern einer Ausstellung. Das Recital umfasste zudem eine Auswahl aus Griegs Lyrischen Stücken, Chopins Ballade Nr. 4 in f-Moll op. 52 sowie drei Stücke aus Ravels Miroirs.

In einer Rezension für Corrierebit bezeichnete Bruno Busca den Abend als „ein wahrhaft denkwürdiges Konzert“ und würdigte Gadjiev als „einen der großen Pianisten unserer Zeit“.

Besonders seine Interpretation von Grieg wurde hervorgehoben:

„Technische Beweglichkeit und Klangklarheit, fein abgestimmte Kontrolle über Klangfarben und Dynamik sowie interpretatorische Sensibilität für die intensiv lyrischen und zutiefst intimen Aspekte: Dies sind die pianistischen Qualitäten, die Gadjiev in ‚seinem‘ Grieg offenbart hat – einer der besten Grieg-Interpretationen, die wir in den letzten Jahren gehört haben.“

Darüber hinaus hob die Kritik Gadjievs außergewöhnliches klangliches Denken und seine Fähigkeit hervor, das Klavier wie ein Orchester zu behandeln:

„Außergewöhnlich ist die Fähigkeit des Pianisten aus Gorizia zur klanglichen Orchestrierung, im stets dialogischen und gleichberechtigten Verhältnis zwischen linker und rechter Hand, aus dem ein großer Reichtum an Klangfarben, Harmonik und dynamischer Verflechtung entsteht.“

Besonders in den Werken Ravels trat seine brillante Virtuosität hervor:

„Mit olympischer Gelassenheit bewältigte er blitzartige Skalen, funkelnde Arpeggien, präzise Akkorde sowie eine unvergleichliche Kontrolle über Triller und Verzierungen.“

Die Rezension lobte zudem Gadjievs tiefes Verständnis für die nostalgischen und poetischen Dimensionen der Musik sowie seine Fähigkeit, ein außerordentlich breites und differenziertes Spektrum an Klangfarben zu gestalten.

Nach rund zehn Minuten begeisterten Applauses bedankte sich Gadjiev mit drei Zugaben und setzte damit einen glanzvollen Schlusspunkt unter die 28. Saison des Viotti Festivals.

 

Quelle: Bruno Busca, Corrierebit, 24. Mai 2026 (Originalartikel lesen)

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