Marc André

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Marc Andre_©Zeb Daemen

Marc André (*2002) ist ein französischer Kontrabassist, dessen eleganter Klang, expressive Individualität und fein ausgearbeitete Musikalität ihm zunehmend internationale Anerkennung eingebracht haben. Von den International Classical Music Awards für „den exquisitesten und elegantesten Klang auf dem Kontrabass“ gelobt, hat er sich eine internationale Präsenz erarbeitet, die durch künstlerische Integrität, Klarheit des Ausdrucks und ein tiefes Engagement für musikalisches Erzählen geprägt ist. Als „Rising Star“ von Classic FM im Rahmen des renommierten Programms „30 Under 30“ ausgezeichnet, schrieb er 2025 Geschichte als erster Kontrabassist mit einem Exklusivvertrag bei einem großen Klassiklabel — eine wegweisende Partnerschaft mit Warner Classics. Sein Debütalbum erschien im Frühjahr 2026 und markiert einen bedeutenden Moment für den Kontrabass auf der internationalen Bühne.

Marc Andrés Interpretationen zeichnen sich durch ein natürliches Gespür für musikalische Linienführung, klangliche Reinheit und emotionale Tiefe aus. Sein Rezital in der Salle Gaveau mit Simon Ghraichy wurde von Résonances Lyriques als Darbietung mit „selbstbewusstem Klang und lebendiger Ausdruckskraft“ beschrieben.

Nach seinem solistischen Auftritt mit dem Vorarlberger Symphonieorchester hoben Kritiker nicht nur seine „bemerkenswerte Virtuosität und große Präzision…, lange, gesangliche Linien von beeindruckender Reinheit und ein Finale mit brillanter technischer Meisterschaft“ hervor, sondern auch die außergewöhnliche Wirkung seines Spiels: eine „ungeahnte Klangwelt“, dargeboten mit „edlen, eleganten Tönen von unglaublicher Leichtigkeit“, die das Publikum glauben ließ, „einen zukünftigen Weltstar zu erleben“ (Vorarlberger Nachrichten).

Gemeinsam unterstreichen diese Perspektiven die künstlerische Geschlossenheit und Identität, die im Zentrum seines musikalischen Schaffens stehen.

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Ein prägender Moment in seiner frühen künstlerischen Entwicklung war die Entdeckung seines Spiels durch Gautier Capuçon, der sofort seine Einzigartigkeit erkannte. Capuçons Einladung, bei „Un Été en France“ aufzutreten, machte Marc André in ganz Frankreich bekannt und begründete eine Zusammenarbeit, die seine künstlerische Entwicklung bis heute prägt.

Neben seinen Orchesterauftritten ist Marc André auch als Kammermusiker mit führenden Künstlern wie Ray Chen, Andreas Ottensamer, Maximilian Hornung und weiteren internationalen Solisten aufgetreten — Kooperationen, die die Vielseitigkeit und Bandbreite seiner künstlerischen Stimme weiter hervorheben.

Er konzertierte mit dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Vorarlberger Symphonieorchester, dem Orchestre Symphonique Région Centre-Val de Loire/Tours, der NFM Wrocław Philharmonic, dem Liechtensteinischen Landesorchester (Sinfonieorchester Liechtenstein) sowie der Philharmonie Zielona Góra und trat darüber hinaus mit Ensembles in Österreich, Frankreich, Polen, China und den Vereinigten Staaten auf. Seine Solotournee durch China im Jahr 2024 — eine der meistbeachteten Streichertourneen der Saison - brachte seine unverwechselbare musikalische Stimme in bedeutende Kulturzentren des Landes.

Die Saison 2025/26 umfasst mehrere wichtige Meilensteine, darunter die Uraufführung eines neuen, für ihn komponierten Konzerts von Ivan Boumans mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein im Jahr 2026 sowie Solodebüts in Taiwan und Südkorea. Im März 2026 kehrt er für eine bedeutende Zusammenarbeit mit Gautier Capuçon an das Théâtre des Champs-Élysées in Paris zurück. Ende 2025 begleitet er die Sopranistin Nadine Sierra auf ihrer Südamerika-Tournee mit Auftritten in Santiago, Lima, São Paulo und Buenos Aires.

Er ist in den weltweit führenden Konzertsälen und Opernhäusern aufgetreten, darunter im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, im Salzburger Mozarteum, im Auditorio Nacional de Música in Madrid sowie im Grand Auditorium de Radio France und in der Salle Gaveau. Ebenso war er an der Wiener Staatsoper und im Gran Teatre del Liceu zu hören. Darüber hinaus trat er in bedeutenden südamerikanischen Spielstätten auf, etwa im Teatro Municipal de Santiago, im Teatro Municipal de Lima, in der Cultura Artística in São Paulo und im Teatro Colón in Buenos Aires. Auf all diesen Bühnen hat er zu einem neuen Verständnis des Kontrabasses als überzeugende und vielseitige Solostimme beigetragen.

Marc André ist Preisträger des ICMA Classeek Award, des Anton-Bruckner-Preises der Wiener Symphoniker, des Rahn Musikpreises in der Schweiz, des Karl-Ditters-von-Dittersdorf-Wettbewerbs in der Slowakei sowie der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und weiterer internationaler Auszeichnungen — Ehrungen, die die Beständigkeit und Tiefe seines künstlerischen Schaffens widerspiegeln.

Seine musikalische Ausbildung begann im Alter von vier Jahren zunächst mit der Violine, später mit dem Violoncello, bevor er den Kontrabass entdeckte — jenes Instrument, das zur natürlichen Heimat seiner künstlerischen Stimme wurde. Seine musikalische Identität vereint die Eleganz der französischen Tradition mit der strukturellen Tiefe der mitteleuropäischen Schule — ein Gleichgewicht, das die Architektur seines Klangs und seiner Phrasierung prägt. Er spielt auf einem Wiener Kontrabass aus dem Jahr 1827 von Martin Stoß, der ihm großzügig von einem privaten österreichischen Mäzen zur Verfügung gestellt wird.

Saison 2025/2026
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