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  • Jean-Yves Thibaudet

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Jean-Yves Thibaudet

Als einer der besten und begehrtesten Pianisten unserer Zeit hat Jean-Yves Thibaudet die seltene Fähigkeit, poetisches Feingefühl mit blendenden technischen Fähigkeiten zu kombinieren. Sein Talent, aus jedem Werk zarte, überraschende Farben und Strukturen hervorzuholen, beschrieb die New York Times so: "jede Note, die er formt, ist eine Perle... die Freude, Brillanz und Musikalität seines Spiels kann man nicht überhören."

Jean-Yves Thibaudet, dessen musikalisches Genie ihn seit über 30 Jahren um die ganze Welt führt und in mehr als 50 Alben dokumentiert ist, besitzt eine musikalische Tiefe und natürliche Ausstrahlung, die ihn zu einem der begehrtesten Solisten der heutigen Zeit machten. Sein Repertoire umfasst Solowerke, Kammermusik und Orchesterwerke – von Beethoven über Liszt, Tschaikowski, Grieg und Saint-Saëns bis Ravel, Khachaturian und Gershwin, ebenso wie Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Qigang Chen und James MacMillan.

In der Saison 2016/2017 ist Thibaudet Artist in Residence beim Orchestre National de France, bei den Wiener Symphonikern sowie bei der Colburn School in Los Angeles. Im Rahmen seiner Residency in Paris wird er das Klavierkonzert Nr. 5 von Saint- Saëns unter der Leitung von Stéphane Denève sowie Khachaturians Klavierkonzert unter Semyon Bychkov aufführen. Zudem wird er für Radio France eine besondere Aufführung mit ausgewählten Studierenden gestalten. In Wien wird er während seiner Residenz ein Kammermusikprogramm mit den Stimmführern des Orchesters präsentieren. Zudem stehen Beethovens Fantasie für Klavier, Chor und Orchester unter der Leitung von Philippe Jordan sowie Aufführungen der Klavierkonzerte von Grieg und Gershwin auf dem Programm. Letzteres wird vom ORF übertragen. Während seiner Residency an der Colburn School steht für Thibaudet vor allem die Förderung junger Talente durch Einzelunterricht, Meisterkurse und Vortragsabende im Mittelpunkt.

Weitere Highlights sind die Saisoneröffnung der Carnegie Hall mit Messiaens Turangalîla-Sinfonie unter der Leitung von Gustavo Dudamel und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela sowie die daran anschließende Tournee durch Europa.

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Jean-Yves Thibaudet hat über 50 Alben bei Decca veröffentlicht, die mit dem deutschen Schallplattenpreis, dem Diapason d'Or, dem Choc du Monde de la Musique, dem Gramophone Award, dem Edison Award und zwei ECHO Klassik Awards ausgezeichnet wurden. Im Frühjahr 2010 erschien ein Gershwin-Album mit großen Jazz-Band Orchestrierungen der "Rhapsody in Blue", Variationen über "I Got Rhythm" und dem Klavierkonzert in einer Live-Aufnahme mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter Marin Alsop. Bei seiner Grammy-nominierten Aufnahme von Saint-Saëns‘ Klavierkonzerten Nr. 2 und 5, die im Herbst 2007 auf den Markt kam, wird Thibaudet von Charles Dutoit, einem langjährigen musikalischen Weggefährten und dem Orchestre de la Suisse Romande begleitet. Ebenfalls im Jahr 2007 veröffentlichte Thibaudet

„Aria: Opera Without Words“ mit Transkriptionen von Opern-Arien von Saint-Saëns, R. Strauss, Gluck, Korngold, Bellini, J. Strauss II, P. Grainger und Puccini. Einige der Transkriptionen stammen von Mikhashoff, Sgambati und Brassin, andere sind von Thibaudet selbst. Unter seinen weiteren Aufnahmen sind „Satie: The Complete Solo Piano Music“ und die Jazz-Alben „Reflections on Duke: Jean-Yves Thibaudet spielt die Musik von Duke Ellington“ und „Conversations with Bill Evans“, seine Hommage an zwei Größen der Jazz-Geschichte.

Bekannt für seinen Stil und seine Eleganz auf und abseits der traditionellen Konzertbühne hat sich Thibaudet auch in der Mode- und Filmwelt sowie im karitativen Bereich einen Namen gemacht. Seine Konzertkleidung stammt von der gefeierten Londoner Designerin Vivienne Westwood. Im November 2004 war Thibaudet Präsident des renommierten Hospice de Beaune, einer jährlichen Wohltätigkeits-Auktion in Burgund, Frankreich. Er hatte einen Cameo-Auftritt in Bruce Beresfords Spielfilm „Bride of the Wind“ über Alma Mahler und steuerte zum Soundtrack sein Spiel bei. Thibaudet war Solist der Oscar- und Golden Globe-prämierten Filmmusik von „Abbitte“ und dem Oscar-nominierte Film „Stolz und Vorurteil“. Er trat außerdem im Jahr 2000 PBS/Smithsonian-Special „Piano Grand!“ auf, einem Klavier-Performance-Programm, das Billy Joel zu Ehren des 300. Jahrestages des Klaviers präsentierte. Für die Verfilmung des Romans „Extremely loud and incredibly close“ (2012) von Jonathan Safran Foer spielte er außerdem die Filmmusik von Alexandre Desplat ein.

Jean-Yves Thibaudet wurde in Lyon geboren, wo er als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel begann, seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er im Alter von sieben Jahren. Mit zwölf Jahren begann er am Conservatoire de Paris bei Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, einer Freundin und Mitarbeiterin von Ravel, zu studieren. Im Alter von fünfzehn Jahren gewann er den Premier Prix du Conservatoire und drei Jahre später die Young Concert Artists Auditions in New York City.

Im Jahr 2001 verlieh ihm die Republik Frankreich den renommierten Titel „Chevalier des Ordre des Arts et des Lettres“. 2002 wurde er mit dem Premio Pegasus aus dem Spoleto Festival in Italien für seine künstlerischen Leistungen und sein langjähriges Engagement für das Festival ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt er die Victoire d'Honneur ausgezeichnet, einem Preis für sein Lebenswerk und die höchste Auszeichnung von Frankreichs „Victoires de la Musique“. Am 18. Juni 2010 ehrte die Hollywood Bowl Thibaudet für seine musikalischen Leistungen durch die Aufnahme in ihre Hall of Fame. Das Französische Kultusministerium erhob Thibaudet im Jahre 2012 vom „Chevalier“ zum Officier des „Ordre des Arts et des Lettres“.

Mehr Informationen unter: www.jeanyvesthibaudet.com

Stand: November 2016

Zukünftige Projekte

01.11.2019 bis 15.11.2019


Jean-Yves Thibaudet, Klavier
Partner: Midori, Violine