Alexander Mickelthwate zählt
heutzutage zu den interessantesten Dirigenten seiner Generation.
Mit dieser Saison tritt er seine zweite Spielzeit als Chefdirigent
beim Winnipeg Symphony Orchestra in Kanada an.
Als Gastdirigent
ist er in den USA und Europa aktiv. In der Saison 2007/2008 ist
er neben seinen Aufgaben in Winnipeg erstmals bei
der Radiophilharmonie Hannover sowie den Nürnberger Symphonikern
zu Gast, sowie bei den Sinfonieorchestern von Jacksonville, Milwaukee,
Rochester und Vancouver. Das National Arts Centre Orchestra in
Ottawa hat ihn wiedereingeladen zu seinem Festival zeitgenössischer
Musik.
Im August 2007 ist seine 3-jährige Amtszeit als Associate
Conductor des Los Angeles Philharmonic Orchestra zu Ende gegangen,
während der Mickelthwate regelmäßig Konzerte in
der Walt Disney Concert Hall und der Hollywood Bowl leitete. Sein
Debüt in der großen Abonnementskonzertreihe des Los
Angeles Philharmonic Orchestra war ein Einspringer in buchstäblich
allerletzter Minute für den indisponierten Mikko Franck. Mit
Bravour dirigierte Mickelthwate die 12. Sinfonie von Schostakowitsch
und das Violinkonzert von John Adams.
Sein jüngstes Dirigat in Los Angeles war ein Abonnementkonzert
mit Emanuel Ax und Werken von Sofia Gubaidulina und Alfred Schnittke.
In
Nordamerika hat Alexander Mickelthwate bereits die Sinfonieorchester
von Atlanta, Baltimore, Chicago, Dallas, Fort Worth, Houston, Indianapolis,
Nashville, New Jersey, Oregon, Toronto und San Antonio, das New
York Philharmonic, Brooklyn Philharmonic, Chicago Civic Orchestra,
Eos Orchestra, National Arts Centre Orchestra Ottawa, die Music
Academy of the West und La Jolla’s Sommerfestival dirigiert.
In
Europa war er bei den Hamburger Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique
de Monte Carlo, dem SWR Radiosinfonieorchester Stuttgart
und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zu Gast.
In seiner Zeit
als “Assistant Conductor” beim Atlanta
Symphony Orchestra von 2001 bis 2004 gründete Alexander Mickelthwate
ein Ensemble für neue Musik mit dem Namen “Bent Frequency”,
welches vom Grammophone Magazine im April 2004 als „eines
der besten Ensembles der Szene“ bezeichnet wurde.
Alexander
Mickelthwate’s Bestreben ist es, vor allem auch
mit jungen Künstlern zu arbeiten. Er hat mehr als 60 Jugendkonzerte
beim Atlanta Symphony Orchestra geleitet und hat im Sommer 2003
den Austausch zwischen dem Altanta Youth Symphony Orchestra und
dem Berliner Landesjugendorchester mit Konzerten in beiden Städten
initiiert und geleitet.
Seine Leidenschaft für die Oper verdankt er seiner Großmutter,
einer Opernsängerin. In diesem Bereich hat er Erfahrungen
als Korrepetitor und Dirigent an der New Yorker Amato Oper gesammelt,
sowie als Assistent an der Baltimore Opera, der Florida Grand Opera
und der El Paso Opera.
Alexander Mickelthwate ist in Deutschland
geboren und in einer musikalischen Familie aufgewachsen. In frühen
Jahren hat er die Liebe zur Musik entdeckt und zunächst als
Cellist in verschiedenen Jugendorchestern und Kammermusikformationen,
als Sänger in
einem professionellen Chor und als Pianist und Organist gearbeitet.
Er
studierte Klavier (Konzertexamen) und Dirigieren an der Musikhochschule
Karlsruhe. Während seiner Studienzeit war er an der Frankfurter
Kammeroper und dem Karlsruher Opernstudio als Pianist und Korrepetitor
tätig. Er erweiterte sein Dirigierstudium zwei Sommer lang
am Eötvös Institut in Ungarn.
Nach dem Alexander Mickelthwate
ein Peabody Merit Stipendium erhalten hatte, übersiedelte
er nach Amerika und studierte am Baltimore Peabody Institute of
Music bei Frederik Prausnitz und Gustav Meier.
Weitere Studien führten ihn zu Seiji Ozawa, Robert Spano,
Andre Previn – als aktiver Dirigierstudent des Tanglewood
Music Center - und zu Leonard Slatkin an das National Conducting
Institute in Washington, D.C.
Alexander Mickelthwate lebt mit seiner
Frau und seinem kleinen Sohn in Los Angeles und Winnipeg.
Repertoireliste
als PDF-Download
Oktober 2007 |