Denys Proshayev - Klavier
 
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Fotos: Uwe Arens, Berlin/SonyBMG
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1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Musik der ARD 2002; Solistenpreisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

„Wunderkind“ ist ein Begriff, mit dem heute beinahe inflationär umgegangen wird. Die Karriere von Denys Proshayev ist weit entfernt von derartigen Klischeevorstellungen, und dennoch ist er auf dem besten Wege, sich einen Platz in den vorderen Reihen der großen Klaviervirtuosen zu erobern, was er spätestens mit dem 1. Preis beim ARD Musikwettbewerb 2002 auf eindrucksvolle Weise belegt hat. Zu seinen ersten Lehrern zählten Marina Krajsman, Irina Lipatova und Leonid Fundiller. Ungewöhnlich spät, mit vierzehn Jahren, wechselte Denys Proshayev schließlich an das Musikalische Gymnasium in Kiew. „Dieses war mein erster eigener Entschluss, den ich gefasst habe. Ich wollte Berufsmusiker werden“, so der junge Pianist.

Schlag auf Schlag folgten seit 1995 zahlreiche Erfolge bei internationalen Klavierwettbewerben, so u. a. in Ettlingen/Deutschland und beim Clara Haskil Wettbewerb in Vevey/Schweiz. Ab 1998 studierte Denys Proshayev bei Vladimir Krajnev an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er ab 2001 auch durch Eiji Oue und Martin Brauß als Kapellmeister ausgebildet wurde. Nach dem Sieg beim Bundeshochschulwettbewerb in Rostock, Ettore Pozzoli Klavierwettbewerb Seregno/Italien, dem Europäischen Klavierwettbewerb in Bremen 2001 und der Verleihung des Stipendiums der Yamaha Music Foundation of Europe kam der internationale Durchbruch für den damals 23jährigen mit dem 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Musik der ARD 2002 in München. Seitdem folgten Einladungen zu den Münchner Philharmonikern, zum Frankfurter Museumsorchester, dem Dänischen Nationalorchester, dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, dem WDR Orchester Köln, dem MDR Sinfonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt, der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Tschechischen Philharmonie, der Kremerata Baltica, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, Orquesta Sinfònica de Barcelona sowie dem Sankt-Petersburger Symphonieorchester unter der Leitung von Gerd Albrecht, John Neal Axelrod, Alexander Dmitriev, Philippe Entremont, Daniel Inbal, Emanuel Krivine, Nicholas Milton, Woldemar Nelsson, Eiji Oue, Michael Sanderling, Stefan Solyom, Karl-Heinz Steffens, Stanislaw Skrowaczewski und Roman Kofman. Denys Proshayev ist regelmäßiger Gast in den großen Sälen, so beispielsweise im Herkulessaal in München und Salzburger Mozarteum, Konzerthaus Berlin und Gewandhaus zu Leipzig, im Baden-Badener Festspielhaus, in der Alten Oper Frankfurt und der Mercator Halle Duisburg, im Konzerthaus Dortmund sowie in den Philharmonien von Köln, St. Petersburg, Warschau und Kiew.

Auftritte bei international renommierten Festivals wie Klavier Festival Ruhr, Bad Kissinger Sommer, MDR Musiksommer, Mozart Fest Würzburg, Orangerie Festival in Paris, Chopin Festival in Duszniki Zdroj, Piano Festival in Warschau sowie Festivals in Gdansk, Split und Dubrovnik ergänzen seine vielfältige Konzerttätigkeit.

2003 wurde Denys Proshayev mit dem Wilhelm Weichsler Musikpreis der Stadt Osnabrück geehrt. Im darauf folgenden Jahr erhielt der Künstler den begehrten Solistenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, zu deren Preisträgern weltweit renommierte Musiker wie Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Gabor Boldocki und Daniel Hope gehören. Seitdem verbindet Denys Proshayev eine intensive Zusammenarbeit mit den Festspielen, bei denen er alljährlicher Gast ist.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Andrej Bjelow, Veronika Eberle, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher und Quarteto Casals.

In der kommenden Saison wird Denys Proshayev mit Klavierabenden u.a. in Baden-Baden, im Konzerthaus Berlin, Bayreuth und Kiew auftreten, seine Debüts bei den Philharmonischen Orchestern in Belgrad, Vilnius und Osaka geben sowie mit weiteren, ihm bereits bekannten Orchestern konzertieren.

Zunehmend widmet sich Denys Proshayev dem Dirigieren. So stehen auf seinem Konzertkalender Engagements u.a. mit dem Preußischen Kammerorchester, National Philharmonic of Ukraine, Lviv Philharmonic, Kharkov Phliharmonic und Macedonian Philharmonic Orchestra.

Mit Beginn der Saison 2010/2011 wurde Denys Proshayev von dem Philharmonischen Orchester Lemberg zum dessen Ersten Gastdirigenten ernannt.

2006 erschien bei SONY Classical eine CD mit Werken von Jean-Philippe Rameau, die von Musikliebhabern und der Fachpresse höchstes Lob erntete. Im vergangenen Jahr wurde die CD von „Die Zeit“ in die eigene Klassik-Genuss-Edition (neben CDs von Evgeny Kissin, Midori und Mariss Jansons) aufgenommen. Zudem gibt es bei den europäischen Rundfunkanstalten zahlreiche Aufnahmen.

Seit 2008 unterrichtet Denys Proshayev an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

März 2012

 
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