Denys Proshayev - Klavier
 
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Fotos: Uwe Arens, Berlin/SonyBMG
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„Wunderkind“ ist ein Begriff, mit dem heute beinahe inflationär umgegangen wird. Die Karriere von Denys Proshayev ist weit entfernt von derartigen Klischeevorstellungen, und dennoch ist er auf dem besten Wege, sich einen Platz in den vorderen Reihen der großen Klaviervirtuosen zu erobern, was er spätestens mit dem 1. Preis beim Musikwettbewerb der ARD 2002 auf eindrucksvolle Weise belegt hat. Der junge, 1978 in Brest / Weißrussland geborene Denys Proshayev hielt erst mit acht Jahren überhaupt ein Instrument in der Hand: Doch die Violine war nicht „sein“ Instrument, es war das Klavier, mit dem er ein Jahr später begann. Zu seinen ersten Lehrern zählten Marina Krajsman, Irina Lipatova, zwei wichtige Mentorinnen, sowie Leonid Fundiller. Ungewöhnlich spät, mit vierzehn Jahren, wechselte Denys Proshayev schließlich an das Musikalische Gymnasium in Kiew. „Dieses war mein erster eigener Entschluss, den ich gefasst habe. Ich wollte Berufsmusiker werden“, so der junge Pianist.

Schlag auf Schlag folgten seit 1995 zahlreiche Erfolge bei internationalen Klavierwettbewerben, so u. a. in Ettlingen/Deutschland und beim Clara Haskil Wettbewerb in Vevey/Schweiz. Seit 1998 studiert Denys Proshayev bei Vladimir Krajnev an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er seit 2001 auch durch Eiji Oue und Martin Brauß als Kapellmeister ausgebildet wird. Nach dem Sieg beim Bundeshochschulwettbewerb in Rostock, Ettore Pozzoli Klavierwettbewerb Seregno/Italien, dem Europäischen Klavierwettbewerb in Bremen 2001 und der Verleihung des Stipendiums der Yamaha Music Foundation of Europe kam der internationale Durchbruch für den damals 23jährigen mit dem 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Musik der ARD 2002. Seitdem folgten Einladungen zu den Münchner Philharmonikern, zum Frankfurter Museumsorchester, dem Dänischen Nationalorchester, dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, dem MDR Musiksommer, dem MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Tschechischen Philharmonie, der Kremerata Baltica sowie dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Gerd Albrecht, John Neal Axelrod, Christopher Hogwood, Daniel Inbal, Emanuel Krivine, Woldemar Nelsson, Eiji Oue, Stefan Solyom und Roman Kofman. Auch in Solorezitals ist der junge Künstler schon in großen Sälen zu hören, so beispielsweise im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und im Mozarteum Salzburg. Eine umfangreiche Rezitaltournee führte ihn im März 2005 in die Städte Baden-Baden, Saarbrücken, München (Herkulessaal), Hamburg (Musikhalle), Hannover (Sendesaal NDR) und Paris (Dôme des Invalides), wo er von Presse und Publikum stürmisch gefeiert wurde.

In der vergangenen Saison debütierte Denys Proshayev u. a. mit dem Barcelona Symphony Orchestra, beim Gürzenich Orchester und beim WDR-Sinfonieorchester Köln, beim Festspielhaus Baden-Baden, in der Philharmonie St. Petersburg, und folgte Wiedereinladungen bei etlichen Orchestern, u. a. beim Rundfunksinfonieorchester Berlin und der Radiophilharmonie Hannover.

Denys Proshayev ist als ehemaliger Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eng mit dem Festival verbunden und ist dort jährlich mehrfach in unterschiedlichen Konstellationen zu Gast.

Auf gewisse Stilrichtungen will sich Denys Proshayev nicht festlegen, dafür gibt es für ihn noch zu viel zu entdecken. Seine große Liebe jedoch gehört neben den russischen Klassikern des 20. Jahrhunderts vor allem den Werken des Barock und der Wiener Klassik.

Eine erste CD bei SONY / BMG mit Werken von Jean-Philippe Rameau ist Ende August 2006 erschienen und hat durchweg begeisterte Kritiken von der Fachpresse erhalten. Weitere Solo- und Orchester-Aufnahmen bei SONY / BMG sind in Planung.

Juli 2009

 
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